Als Passiva werden alle Positionen bezeichnet, die ein Unternehmen auf der rechten Bilanzseite ausweist. Die Passiva als Bestandteil der Bilanz eines Wirtschaftssubjektes gliedert sich grundlegend in die Positionen Eigenkapital, Fremdkapital und Bilanzgewinn.
Die Bilanz eines Unternehmens weist rechts auf der Passiv-Seite das gesamte Kapital des Unternehmens aus. Auf der Passiva werden das Eigenkapital, etwaige Rücklagen, Sonderposten, Rückstellungen, das Fremdkapital nach Fristigkeit gegliedert als Verbindlichkeiten oder passive Rechnungsabgrenzungen und der Bilanzgewinn ausgewiesen. Die Durchführung von Bilanzanalysen hinsichtlich der Eigenkapitalquote ist entsprechend der Unternehmensbranche und Unternehmensgröße nach unterschiedlichen Kriterien bzw. Maßstäben im Sinne von dem Unternehmenskonzept durchzuführen.
Das Eigenkapital eines Unternehmens ergibt aus der Differenz der Wertansätze auf der Aktiva und der Passiva und ist bei Einzelunternehmen als Gesamtposition und bei Personengesellschaften ohne persönlich haftende Gesellschafter in gezeichnetes Kapital, Rücklagen etc aufzugliedern. Über die Positionen der Passiva lassen sich Aussagen zur Mittelherkunft eines Unternehmens ableiten und verschiedene Kennzahlen wie die Eigenkapital- oder Fremdkapitalquote etc. ermitteln.