Die Eigenkapitalquote gibt als betriebswirtschaftliche Kennzahl das Verhältnis von Eigenkapital zu Fremdkapital an. Die Eigenkapitalquote stellt den prozentualen Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital dar.
Mit Hilfe der Eigenkapitalquote ist es möglich die finanzielle Unabhängigkeit und Stabilität eines Unternehmens zu ermitteln. Die finanzielle Stabilität und Unabhängigkeit eines Unternehmens ist umso höher je größer der Eigenkapitalanteil eines Unternehmens ausfällt. Die Erhöhung der Eigenkapitalquote geht mit einer gesteigerten Kreditwürdigkeit einher. Unternehmen mit einer hohen Eigenkapitalquote sind gegenüber etwaigen zukünftigen Verlusten besser geschützt. Die Höhe der Eigenkapitalquote richtet sich nach der Größe, Rechtsform, Branchenzugehörigkeit und weiteren Faktoren eines Unternehmens.
Die Eigenkapitalquote unterliegt derzeit in Deutschland einem sinkenden Verlauf und beträgt im Mittel über alle Wirtschaftsbereiche ca. 20%. Die niedrigsten Eigenkapitalquoten im Bereich von 3% bis 8% haben Bankbetriebe und Baubetriebe in Deutschland. Die höchste Eigenkapitalquote weisen Chemiebetriebe mit rund 40% auf. Die Eigenkapitalquote stellt als betriebswirtschaftliche Kennzahl ein geeignetes Mittel zur Prüfung der Voraussetzungen der langfristigen Sicherung der Umsetzung des Businessplans eines Unternehmens dar.