Der französische Begriff Arbitrage beschreibt die Ausnutzung von Preisunterschieden für identische Waren auf verschiedenen Märkten. Der Vorteil einer Arbitrage besteht in der Regel aufgrund der Preisanpassung über die verschiedenen Märkte nur für eine bestimmte Zeit. Bei der Arbitrage kauft der Arbitrageur eine bestimmte Menge eines Gutes auf einem billigen Markt und verkauft dieses simultan auf einem anderen Markt zum höheren Marktpreis. Den dadurch realisierten Gewinnen gehen nahezu keine Nettoausgaben, außer Kontoführungsgebühren für ein Geschäftskonto voraus.
Kann die theoretische Gleichzeitigkeit des Kaufs und Verkaufs praktisch umgesetzt werden, wäre praktisch ein risikoloser Gewinn realisierbar. Nach strenger Definition handelt es sich nur um Arbitrage wenn eine risikolose Gewinnerzielung möglich ist. Die risikoarme Gewinnerzielung im Sinne der Arbitrage stellt dann keine Arbitrage dar.
Hinsichtlich der Arbitrage lassen sich kulturelle, geografische, statistische und ökonomische Arbitrage unterscheiden. Bei der kulturellen Arbitrage werden Handelsvorteile über kulturbedinge Unterschiede erzielt. Geografische Arbitrage ist bspw. aufgrund unterschiedlicher Transportkosten möglich. Statistische Arbitrage ergibt sich aus den Annahmen, dass historisch korrelierte Güter langfristig existieren und Ausscherungen von Gütern aus dieser Korrelation kurzfristig zu Arbitrage-Gewinnen führen können. Jede anders zu erklärende Arbitrage wird der ökonomischen Arbitrage zugeordnet.